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Immobilienkauf: Immer mehr Mieter können nicht das erforderliche Eigenkapital für das Eigenheim aufbringen

Endlich keine Miete mehr zahlen und Eigentum besitzen: Für 84 Prozent der Deutschen ist das trotz steigender Immobilienpreise der größte Traum. Doch das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln warnt: Wenn die Mieten weiterhin so steigen, können immer weniger Menschen das erforderliche Eigenkapital für die eigene Immobilie aufbringen.

Laut Experten des IW sollten zukünftige Eigentümer etwa 30 Prozent der Kaufsumme bereits angespart haben, um das nötige Eigenkapital vorweisen zu können. Bei einem Preis von 300.000 wären das immerhin 90.000 Euro. Doch diese Summe kann nur jeder 11. Mieter überhaupt aufbringen. Denn die Mieten steigen unaufhörlich und verhindern so das Ansparen größerer Summen. Zudem werden auch die Kaufnebenkosten immer höher und viele Banken stellen vermehrt höhere Ansprüche beim Eigenkapitalanteil. Das Ergebnis ist daher vor allem für junge Leute sowie Geringverdiener katastrophal.
 
Denn sie können sich immer seltener eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus leisten. Experten gehen deshalb davon aus, dass Wohneigentum in naher Zukunft nur noch ein Privileg für Besserverdiener wird.
 
Quelle: IW © photodune.net




Guter Rat: Wie Eigentümer ihr Haus gegen Blitzeinschläge schützen können

Verfügt eine Immobilie über keine Blitzschutzanlage, kann bei einem Blitzeinschlag ein hoher Sachschaden entstehen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät Eigentümern daher dringend zur Montage einer solchen Anlage auf dem Dach.

So empfehlen die Bausachverständigen des VPB, bereits beim Bau das Haus mit einer Blitzschutzanlage zu sichern. Und auch, wer in einem Altbau wohnt, kann es mit einer Anlage gegen Blitzschäden nachträglich sichern. Bei der Montage sollte der Handwerker jedoch darauf achten, dass der höchste Punkt auf dem Dach wie der Schornstein, die First oder Gauben gesichert wird und die Enden ausreichend tief im Erdreich gründen.
 
Für einen umfassenden Schutz vor Blitzeinschlägen empfehlen die Experten des VPB zudem die Installation eines Überspannungsschutzes. Dieser verhindert, dass bei einem Blitzeinschlag in der Nähe des Hauses – beispielsweise im Transformator –, der Smart-TV, der PC oder andere elektronische Geräte zerstört werden. Die Nachrüstung eines Überspannungsschutzes ist auch in Altbauten problemlos möglich.
 
Quelle: VPB  © photodune.net




Marktdaten: Neue Studie zeigt, in welchen Städten die Baulandpreise explodieren

Die Preise für Immobilien in Deutschland kennen seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Grund dafür sind vor allem die steigenden Baulandpreise. Wie stark die Preise für Bauland zwischen 1997 und 2017 tatsächlich gestiegen sind, hat das Schweizer Investmentunternehmen Empira in einer Studie untersucht.

Wer 1997 ein Haus neu bauen wollte, zahlte dafür durchschnittlich 76 Euro den Quadratmeter. Zwei Dekaden später müssen Bauherren im Durchschnitt knapp 100 Euro mehr für den Quadratmeter Bauland ausgeben. In fast allen Städten sind die Baulandpreise in den vergangenen zwei Jahrzehnten kräftig gestiegen. Besonders teuer ist der Hausbau in München: hier kostet ein Quadratmeter Bauland 2.418 Euro, im Vergleich zu 1997 hat sich der Preis jedoch nicht verändert. Dahinter folgt Düsseldorf mit 1.391 Euro, hier haben sich seit 1997 die Preise um 450 Prozent erhöht. 
 
Allerdings gibt es auch Städte wie Bochum, Chemnitz, Magdeburg oder Rostock, in denen die Quadratmeterpreise in den vergangenen 20 Jahren gesunken sind. Spitzenreiter ist dabei Mönchengladbach: seit 2000 sind die Baulandpreise um knapp 30 Prozent gefallen. Aktuell kostet hier der Quadratmeter 118 Euro. 
 
Quelle: Empira © photodune.net




Energieeffizienz: Ist Liquedfied Natural Gas die Lösung für das Energieproblem?

Durch den beschlossenen Kohleausstieg und der Abkehr von der Atomenergie bleiben Deutschland nur noch wenige Energiequellen. Neben Wind-, Wasser-, und Solarstrom wäre auch LNG-Gas eine Option, um die Energiewende bis 2030 erfolgreich umzusetzen.

Lange Zeit galt die Produktion von LNG (Liquedfied Natural Gas) als zu aufwendig und teuer. Doch mittlerweile haben sich die Produktionskosten minimiert und der Transport gestaltet sich genauso sicher wie mit Erdöl. Deutsche Haushalte und Industriestandorte könnten also in Zukunft mit Flüssiggas versorgt werden. Das Problem dabei ist die noch schlechte Versorgung. Das hat jetzt auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erkannt.

Auf einer Konferenz hat er deshalb den Bau von LNG-Terminals verkündet. Sie sollen langfristig die Energieversorgung Deutschlands sichern und den Verlust der Kohleenergie kompensieren. Fraglich dabei bleibt, in welchem Zeitraum dies geschehen soll. Denn allein der Bau neuer Stromtrassen liegt bereits hinter dem Zeitplan der Bundesregierung.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Deutscher Verband Flüssiggas
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Leben & Wohnen: Urteil: Warum ein anstößiger Straßenname für eine juristische Auseinandersetzung sorgte

In der Regel sind Straßennamen hierzulande kein Grund für Streitigkeiten. In Köln allerdings schon: Hier sorgte die Benennung einer Straße für großen Unmut. Am Ende musste sogar das Gericht darüber entscheiden. 

Konkret ging es um eine Grundstückeigentümerin, die ein Haus in einem neugebauten Gebiet besaß. Da die Straße zum Anwesen noch keine Bezeichnung hatte, suchte man in der zuständigen Bezirksvertretung nach einem Namen. Nach langen Beratungen entschlossen sich die Gemeindevertreter für „Am Lusthaus“. Diese Straßenbezeichnung sorgte bei der Eigentümerin jedoch für große Empörung, denn sie wollte mit diesem anstößigem Namen nicht in Verbindung gebracht werden. Sie klagte daher beim zuständigen Gericht gegen diese Straßenbenennung.
 
Das dafür zuständige Verwaltungsgericht Köln wies die Klage jedoch ab (AZ: 20 K 3900/14). In ihrer Urteilsbegründung hoben die Richter hervor, dass der Beschluss korrekt beschlossen wurde und die Bezirksvertretung bei ihren Entscheidungen einen gewissen Entscheidungsspielraum besitzt. Dass sich am Ende für diesen Namen entschieden wurde, lag primär an seinem historischen Bezug: Ganz in der Nähe befand sich früher ein Herrenhaus mit dem Namen „Lusthaus“.
 
Quelle: VG Köln © photodune.net




Marktdaten: In Hamburg und Berlin wohnt es sich besonders beengt

Wie viel Platz haben die Deutschen zum Wohnen? Das Vergleichsportal Check24 wollte es genau wissen und hat sich die durchschnittliche Größe von Wohnungen in Deutschland genauer angeschaut.

So haben Haushalte in Saarland sowie Rheinland-Pfalz im Durchschnitt 100 Quadratmeter zur Verfügung. In den beiden Stadtstaaten Hamburg und Berlin sieht es dagegen für die Bewohner sprichwörtlich eng aus. Hier wohnen die Menschen im Durchschnitt auf 70 Quadratmeter – und zahlen dafür meistens sogar noch höhere Mieten als in Saarland oder Rheinland-Pfalz. Auch in Köln und München sieht die Wohnraumlage ähnlich aus.

Fazit der Studie: Je mehr Einwohner eine Stadt hat, desto weniger Wohnraum steht den Bewohnern zur Verfügung. Wer also besonders viel Wohnfläche braucht, sollte nach Ansicht von Check24 in Städte ziehen, die maximal 100.000 Einwohner haben, denn hier liegt die durchschnittliche Wohnraumgröße bei 96 Quadratmetern. 

Quelle: Check24
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Leben & Wohnen: Was Verbraucher bei einem Kamin beachten sollten

Ein knisterndes Feuer im Kamin ist vor allem in der kalten Jahreszeit ein schöner Anblick. Zusätzlich erwärmt er mehrere Räume und reduziert so die Heizkosten. Doch laut Landesumweltamt NRW birgt ein Kamin bei falscher Nutzung zahlreiche Gefahren.

325.000 Kamine wurden laut Fachverband Heiz- und Kochgeräte im Jahr 2018 an die Verbraucher verkauft. Bei der Nutzung kommt es aber immer wieder zu schwerwiegenden Fehlern. So weist das Landesumweltamt aus Nordrhein-Westfalen darauf hin, dass niemals feuchtes Holz verwendet werden sollte. Denn dieses lässt sich nur schwer entzünden, pustet übermäßig viel Rauch frei und kann sich unter Umständen auch an den Wänden des Kamins festsetzen. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Kaminbrand. Auch Papier und Pappe haben in einem Kamin nichts zu suchen, da sie viel zu viel Asche und Feinstaub produzieren.

Damit das Holz später im Kamin ordentlich brennt und keine Rauchschwaden produziert, empfehlen die Experten Holz zu verwenden, dass eine Mindest-Lagerung aufweist: Pappeln und Fichten sollten ein Jahr, Linden, Erlen und Birken ein bis zwei Jahre, Buchen, Eschen sowie Obstbäume zwei Jahre und Eichenholz mindestens zwei bis drei Jahre ruhen. Neben trockenem Holz dürfen auch Presslinge aus Holz für die Befeuerung genutzt werden. 

Quelle: Landesumweltamt NRW
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Guter Rat: Risse am Haus - das sollten Hauseigentümer wissen

Entdecken Hausbesitzer Risse in oder am Haus, verunsichert das viele zunächst. Welche Risse dabei unbedenklich sind und welche nicht, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB).

Ist der Riss nicht breiter als 0,2 Millimeter, handelt es sich um einen harmlosen Haarriss. Sie treten häufig bei neuen Gebäuden auf. Architekten sprechen dabei auch von Setz- oder Spannungsrissen. Die Hauseigentümer müssen sich bei solche Rissen keine Sorgen machen, denn sie vergrößern sich nicht und sind lediglich ein Schönheitsproblem.
Weist der Riss in der Wand oder der Decke eine Breite von mehr als 0,2 Millimeter auf, sollten Hausbesitzer umgehend handeln und einen Bausachverständigen zu Rate ziehen. Dieser klopft dann unter anderem den Putz ab und prüft, ob der Haarriss durch die betroffene Bauwerkskonstruktion hindurch geht. Zusätzlich markiert er den Riss mit einer Gipsmarke, um über einen längeren Zeitraum den entdeckten Haarriss zu beobachten. 
 
Vermeiden lassen sich solche Risse in und am Haus durch Sorgfalt und einer gründlichen Planung. Zudem empfiehlt der VPB, bei Neubauten vor Baubeginn ein Baugrundgutachten anzufordern, um die Bodenbeschaffenheit zu prüfen. Die Experten stellen aber auch klar: Eine Garantie gegen Haarrisse gibt es nicht.
 
Quelle: VPB © photodune.net




Energieeffizienz: Energiewende: Deutschland braucht weitere Stromtrassen

Um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen, sind nach Angaben der vier Netzbetreiber Amprion, Tennet, TransnetBW und 50Hertz weitere Stromtrassen nötig. 

Im aktualisierten Netzentwicklungsplan 2030 (NEP) gehen die vier Betreiber davon aus, dass etwa 1.600 Kilometer Hochspannungsleitungen neu verlegt und 2.900 Kilometer bestehende Trassen verstärkt werden müssen. Die Kosten belaufen sich nach neuen Schätzungen auf rund 52 Milliarden Euro. Im NEP aus dem Jahr 2017 war noch die Rede von 33 Milliarden Euro. Grund für die gestiegenen Mehrkosten ist der Anteil an Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungstrassen, deren Kabel unterirdisch verlegt werden müssen. Auch der Ausbau des Offshore-Stromnetzes von den Windparks in der Nordsee in den Süden der Republik verursacht bis 2030 weitere Kosten in Höhe von 18 Milliarden Euro.
 
Die meisten großen Windparks entstehen in der Nord- sowie Ostsee und sollen Strom produzieren, der vorwiegend im Süden Deutschlands benötigt wird. Da die Regierung den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 auf 65 Prozent erhöhen will, sind dafür weitere Hochspannungstrassen nötig, die vom Norden in den Süden unter- sowie oberirdisch verlegt werden.
 
Quelle: Netzentwicklungsplan Strom, 2019
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Mieten & Vermieten: Urteil: Mieter müssen Modernisierungsmaßnahmen nicht immer zustimmen

Plant ein Vermieter eine Modernisierung am Haus, müssen die Mieter in der Regel diese Maßnahme sowie die daraus resultierende Mieterhöhung akzeptieren. Doch bei einem völligen Umbau der Wohnungen sieht die Rechtslage ganz anders aus, wie ein Fall aus Berlin zeigt.

Konkret ging es um Mieter, die seit mehr als 30 Jahren in einem Reihenhaus wohnen und dafür knapp 460 Euro Miete pro Monat zahlen. Doch nachdem die Immobilie an eine Entwicklungsgesellschaft verkauft worden war, wollte die das Haus grundlegend umbauen. So umfassten die geplanten Baumaßnahmen unter anderem neue Heizungen, neue Fenster, eine neue Raumaufteilung in den Wohnungen, Ausbau des Spitzbodens sowie den Anbau eines Wintergartens und einer Terrasse. Durch die umfangreichen baulichen Maßnahmen sollte sich die Miete auf 2.150 Euro erhöhen. Doch die Mieter lehnten das Bauvorhaben der Entwicklungsgesellschaft kategorisch ab. Der neue Eigentümer zog deshalb vor Gericht.

Das Bundesgerichtshof wies in letzter Instanz die Klage des Eigentümers ab (AZ: VIII ZR 28/17). In ihrer Urteilsbegründung hoben die Richter hervor, dass eine Modernisierung über den bloßen Erhalt des bisherigen Zustands der Wohnung hinausgehen darf, allerdings dürfe sie nicht den grundlegenden Wohncharakter ändern. Aus Sicht des BGH war dies im vorliegenden Fall jedoch gegeben. Die Mieter hätten daher auch das Recht, ein so massives Bauvorhaben abzulehnen. 

Quelle: BGH
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