Fabri & Reuter informiertImmobilien-News




Energieeffizienz: Energieausweis: Neue Vorgaben und schärfere Regeln

Seit rund 10 Jahren verlangt der Gesetzesgeber, dass Eigentümer beim Verkauf oder der Vermietung ihrer Immobilie einen Energieausweis vorlegen. Da viele dieser Ausweise 2018 und 2019 ihre Gültigkeit verlieren, sollten Eigentümer von älteren Gebäuden ihre Ausweise überprüfen. Denn kann der Ausweis nicht wie gefordert vorgelegt werden, drohen den Besitzern Bußgelder bis zu 15.000 Euro.

Der Energieausweis soll Mietern und Käufern einen Überblick über den energetischen Zustand der Immobilie geben. Er erfasst den Zustand des Gebäudes, der Heizung und berechnet den Energiebedarf. Welche Variante des Energieausweises für das jeweilige Gebäude erstellt werden muss, hängt vom Baujahr, der Anzahl der Wohneinheiten  sowie dem energetischen Zustand ab.

Um in Sachen Energieausweis auf dem neuesten Stand zu sein, rät das Magazin Finanztest, sich an den konkreten Energiekennzahlen zu orientieren und dann mit den Vergleichswerten aktueller Ausweisformulare zu vergleichen. Ob Eigentümer den teureren Bedarfsausweis erstellen lassen müssen oder ob sie mit dem günstigeren Verbrauchsausweis auskommen, erklärt die Stiftung Warentest ebenfalls in der aktuellen Ausgabe.

Quelle: Stifrtung Warentest
© photodune.net




Facility Management: Urteil: Gewerbegebäude darf nicht ohne Antrag bewohnt werden

Der Bundesgerichtshof entschied in einem aktuellen Urteil, dass ein rein gewerblich genutztes Gebäude nicht als privater Wohnraum genutzt werden darf. Wünscht ein Teileigentümer eine solche Nutzungsveränderung, muss er diese zuerst durchsetzen (AZ V ZR 307/16).

Im vorliegenden Fall hatten die Mitglieder einer Teileigentümerschaft von einem anderen Eigentümer verlangt, die Nutzung seiner Einheit zu Wohnzwecken zu unterlassen. Zur Begründung führten sie die Teilungserklärung von 1989/1999 an, in der das Gebäude „zur beruflichen und gewerblichen Nutzung“ genutzt werden darf. Aufgrund von infrastrukturellen und wirtschaftlichen Veränderungen standen jedoch mehrere Einheiten leer, woraufhin der beklagte Eigentümer seine Einheit umbauen ließ und diese als Wohnungen vermieten wollte.

Das Gericht entschied nun zu Gunsten der Teileigentümerschaft und gab der Unterlassungsklage recht. Die Gemeinschaft habe ein berechtigtes Interesse daran, den professionellen Charakter der Anlage zu erhalten.
© photodune.net




Guter Rat: Immobilienkauf: Tipps zur Wohnungsbesichtigung

Der erste Eindruck zählt. Dies gilt zunächst einmal auch für eine Immobilie. Doch ob es sich bei einer Eigentumswohnung tatsächlich um die neue Traumimmobilie handelt, muss mit vielen Fragen und Details geklärt werden. Um Interessenten bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen, haben die Landesbausparkassen (LBS) aktuell eine Checkliste zur Verfügung gestellt. Sie enthält sieben Tipps, die potenzielle Käufer bei einer Wohnungsbesichtigung beachten sollten.

Zunächst sollten die Kosten für Reparaturen sowie noch anstehende Investments richtig eingeschätzt werden. Außerdem ist die tatsächliche Anzahl der Quadratmeter wichtig, die man über die Bauakte erfahren kann. Es lohnt sich außerdem ein Blick auf die Heizkosten, um den Zustand der Wärmedämmung beurteilen zu können. Interessenten sollten zudem darauf achten, dass alle Baugenehmigungen vorliegen.

Dazu sollte man sich die Unterlagen zur jährlichen Betriebsprüfung des zuständigen Schornsteinfegers zeigen lassen, da hier die Leistungsfähigkeit der Anlage beschrieben wird. Eine Überprüfung der Heizanlage durch einen anerkannten Handwerksbetrieb ist ebenfalls vor einem Kauf zu empfehlen. Die vollständige Checkliste ist unter www.lbs.de verfügbar.

Quelle: LBS
© photodune.net




Marktdaten: Wohnungsbau: Preise für Neubauten steigen rasant an

Der Wohnungsneubau in deutschen Städten wird in Zukunft noch teurer. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) aktuell mitgeteilt. Im Februar stiegen die Baupreise im Vorjahresvergleich demnach um vier Prozent. Dies bedeutet den stärksten Preisanstieg seit zehn Jahren. 2007 hatten sich die Preise um 5,8 Prozent verteuert.

Besonders betroffen sind die Rohbauarbeiten, die um 4,4 Prozent angestiegen sind. Bereits im Sommer 2017 kündigte sich diese Entwicklung an, für die Experten die Bauwirtschaft mit verantwortlich gemacht hatten. Auch die Preise für Ausbauarbeiten wie  Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen, Estricharbeiten, Tischlerarbeiten oder Metallbauarbeiten wurden mit einem Plus von insgesamt 3,6 Prozent deutlich teurer.

Den Grund für die hohen Baupreise sehen Branchenverbände in der hohen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in den großen Städten. Zu wenig verfügbares Bauland treibt die Kosten in die Höhe und Spekulationen auf Grundstücke sowie immer weiter steigende Auflagen für CO2-Einsparungen tragen ebenfalls zu der aktuellen Entwicklung bei.

Quelle: Destatis
© photodune.net




Baubranche: Bautipp: Treppen am Eingangsbereich vermeiden!

Kleine Treppenaufgänge sind besonders bei Neubauten üblich. Etwa zwei bis drei Stufen über dem Erdniveau planen die Baufirmen die Eingänge, um so die Abdichtung des Kellers ausreichend hochziehen und Schäden durch Feuchtigkeit vermeiden zu können. Das ist zwar praktisch, doch auf lange Sicht nicht unbedingt zum Vorteil des Eigentümers, teilt der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) aktuell mit.

Denn durch diese Bauausführung verlieren die Bewohner den Bauexperten zufolge enorm an Wohnkomfort. Was zunächst vielleicht nur als etwas hinderlich angesehen wird, kann im Alter zu einem unüberwindbaren Hindernis werden. Sind die Eigentümer irgendwann auf einen Rollstuhl oder eine Gehhilfe angewiesen, müssen mit viel Aufwand Schrägen oder Rampen konstruiert werden.

Der VPB rät daher, bereits von Anfang an Eingangsstufen zu vermeiden und mit Schrägen zu planen. Allerdings ist hierbei eine professionelle Beratung und Konstruktion unerlässlich, um Nässe aus den Wohnräumen fern zu halten.

Quelle: VPB
© photodune.net




Energieeffizienz: Solarstrom: Neues Beratungstool für Batteriespeicher vergleicht und spart Geld

Batteriespeicher für Solaranlagen liegen derzeit im Trend. Jährlich steigt die Nachfrage nach Solarstromspeicherung und immer mehr Eigentümer investieren in die Unabhängigkeit von den örtlichen Anbietern. Wie das Öko-Institut aktuell bekannt gibt, macht ein neues Beratungstool die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen und deren Speichergeräten nun transparent.

Denn oft ist eine Investition in einen neuen Solarstromspeicher allein nicht rentabel. Erst wenn dazu ineffiziente Haushaltsgeräte ausgetauscht werden und der Verbrauch gesenkt wird, ergeben sich deutliche finanzielle Vorteile. Mit dem Tool werden daher erstmals Investitionen für den Kauf eines Speichers mit denen für Stromsparmaßnahmen im Haushalt kombiniert.

Das Excel-basierte Tool wurde im Rahmen einer Studie zur Bürgerbeteiligung an der Energiewende entwickelt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Interessenten finden unter www.ecotopten.de weitere Informationen und Download-Möglichkeiten.

Quelle: Öko-Institut
© photodune.net




Immobilienkauf: Urteil: Immobilienkäufer muss für fällige Sonderumlage zahlen

Der Bundesgerichtshof entschied in einem aktuellen Urteil, dass ein Erwerber von Wohn- oder Teileigentum für eine Sonderumlage haftet, die nach dem Eigentümerwechsel fällig wird. Dies gilt auch, wenn die Umlage bereits vor dem Verkauf beschlossen wurde (AZ V ZR 257/16).

Im vorliegenden Fall hatte eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) von einem Eigentümer gefordert, der Zahlung einer Sonderumlage nachzukommen. Zur Finanzierung dringender Baumaßnahmen wurde bereits vor Verkauf eine Summe von 60.000 Euro beschlossen, von denen 2.400 Euro auf den neuen Eigentümer entfielen. Der Eigentümer argumentierte jedoch, dass er nicht für Beschlüsse vor dem Erwerb in Haftung genommen werden kann.

Das Gericht entschied jedoch aktuell zugunsten der WEG. Ein Eigentümer muss alle Beitragsvorschüsse leisten, die aufgrund von beschlossenen Wirtschaftsplänen oder Sonderumlagen während seiner Mitgliedschaft fällig werden.
© photodune.net




Steuern & Finanzierung: Immobilienkredite im Test: Wer vergleicht, kann viel sparen!

Trotz gestiegener Immobilienpreise sind die Zinsen für Baukredite nach wie vor niedrig. In einer umfassenden Analyse hat das Magazin Finanztest von Stiftung Warentest die Angebote von mehr als 100 Baufinanzierern verglichen. Diese hat gezeigt, dass Darlehen bereits ab einem Prozent angeboten werden. Sogar Kredite mit kurzer Zinsbindung von 10 Jahren sind ebenfalls für rund ein Prozent erhältlich.

In dem Test wurden jedoch deutliche Zinsunterschiede zwischen dem teuersten und dem günstigsten Anbieter festgestellt. Je nach Anfragemodell wurden Abweichungen zwischen 15.000 und 63.000 Euro festgestellt. Ein weiteres Fazit der Untersuchung: Auch in der zweiten Lebenshälfte ist ein Immobilienkauf durchaus finanzierbar, wenn die Schulden zügig getilgt werden.

In jedem Fall sollten Kaufinteressenten die Konditionen der verschiedenen Anbieter vergleichen und für ihre jeweilige Lebenssituation auswählen. Die Tests Immobilienkredite, Bauspar-Kombikredite sowie Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum passenden Kredit finden sich in der April-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/eigenheimfinanzierung.

Quelle: Stiftung Warentest
© photodune.net




Marktdaten: Studie: In Großstädten fehlen 1,4 Millionen Apartments für Single-Haushalte

Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen ist insbesondere in den Ballungszentren der Bundesrepublik zu spüren. Wie eine aktuelle Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung gezeigt hat, fehlen in den 77 deutschen Großstädten rund 1,4 Millionen finanzierbare Kleinwohnungen, die für Haushalte mit einer Person ausgerichtet sind.

Als Grundlage für die Studie diente die Annahme, dass maximal 30 Prozent des Haushaltseinkommens für die Bruttomiete eingesetzt werden. Den Erkenntnissen zufolge blieben 1,9 Millionen Haushalte mit etwa zwei Millionen Personen ohne bezahlbaren Wohnraum zurück, die auf andere Wohnungen zu höheren Mietpreisen oder mit mehr Quadratmetern ausweichen müssten.

Rund 310.000 Wohnungen fehlen der Studie zufolge alleine in Berlin. Hamburg mit 150.000 Wohnungen, Köln mit 86.000 Wohnungen und München mit 78.000 Wohnungen weisen ebenfalls einen deutlichen Wohnraummangel auf. Um diesem Trend entgegenzuwirken, empfehlen die Studieninitiatoren, das Angebot an Kleinwohnungen mit Nettokaltmieten von vier bis fünf Euro pro Quadratmeter deutlich auszubauen.

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung
© Fotolia.de / luther2k




Baubranche: Bautipp: Vertragsunterlagen müssen zwei Wochen vor Beurkundung vorliegen!

Der Notar ist bei einem Immobilienerwerb eine wichtige Instanz. Über ihn wechseln Häuser und Wohnungen den Besitzer und mit der Beurkundung übernimmt er sogenannte hoheitliche Aufgaben. Viele unerfahrene Bauherren verlassen sich vor diesem Hintergrund darauf, dass der Notar verantwortungsvolle Aufgaben für sie übernimmt. Dies sollten sie jedoch nicht, warnt aktuell der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB).

Die Bauexperten nennen ein Beispiel: Es gehört nicht zu den Pflichten eines Notars zu prüfen, ob ein Kaufvertrag im Sinne des Bauherrn abgeschlossen wurde. Er muss sogar eine neutrale Position wahren und lediglich prüfen, ob der Vertrag geltendem Recht entspricht. Den Inhalt müssen Bauherren selbst prüfen oder einen unabhängigen Sachverständigen hierzu beauftragen.

Bei gewerblichen Anbietern haben Käufer eine 14-Tages-Frist, die Unterlagen vor der Beurkundung zu überprüfen. Wird das Haus von einem privaten Eigentümer verkauft, greift diese Frist nicht. In diesem Fall empfiehlt der VPB, selbst dafür zu sorgen, dass ausreichend Zeit zur Prüfung vorhanden ist. In keinem Fall sollten Bauherren unverständlichen Paragraphen zustimmen.

Quelle: VPB
© Fotolia.de / Andy Dean Photograhy